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Mein Lesejahr 2025 (3. & 4. Quartal)

Frank, 27. Dezember 2025

Da ich im dritten Quartal eine kleine Leseflaute hatte, fasse ich euch hier mein restliches Lese(halb)jahr 2025 in einem Beitrag zusammen (Quartal 1 hier, Quartal 2 hier, die „Langzeitwerke“ hier).

 

John Scalzi – Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju Monster

„Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju-Monster“ folgt Jamie, der während einer Pandemie seinen Job im Tech-Start-up verliert und ein mysteriöses Angebot für eine sehr spezielle „Tierschutzorganisation“ annimmt. Er landet in einer Parallelwelt, in der gigantische, dinosaurierähnliche Kaiju leben, die zwar extrem gefährlich, aber zugleich vom Aussterben bedroht sind. Gemeinsam mit seinem neuen Team muss Jamie die gewaltigen Kreaturen vor skrupellosen Profitjägern schützen, bevor die Grenze zwischen den Welten zusammenbricht und eine Katastrophe auslöst.

Das Scalzi Buch war zugebenermaßen das einzige Buch, das ich im dritten Quartal verschlungen habe – dafür hab ich es als klassischer Godzilla-Fan im Juli auch nicht bereut. Hier liegt allerdings die Krux: Wer mit Kaijus nichts anfangen kann und wem der Humor von Sci-Fi-Stories a’la „Starship Troopers“ oder der grandiosen Bobiverse-Reihe nichts am Hut hat, der wird vom Schreibstil und vom Humor dieses Werkes wahrscheinlich auch nichts anfangen können. Mir gefiels. 

 

Philippa Perry – Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen

Ein erzählerisch geschriebener Erziehungsratgeber darüber, wie die eigene Kindheit die Beziehung zu den eigenen Kindern prägt und wie Eltern eine vertrauensvolle, wertschätzende Bindung aufbauen können. Im Mittelpunkt stehen Gefühle, Kommunikation und der Umgang mit Fehlern, weniger starre Regeln oder Methoden.

Kein schlechtes Buch, allerdings auch kein Ratgeber aus dem ich jetzt, zwei Monate später (gelesen im Oktober) noch zitieren könnte. Aber: Immer wieder gut zu lesen, dass auch andere Eltern Fehler machen und das man seine Kinder nicht mit jeder falschen Reaktion für immer verkorkst. Also wie unsere Eltern quasi.

 

Paul Maar – Sams in Gefahr

Das Sams begleitet Martin auf eine Klassenfahrt, bei der der strenge Lehrer Herr Daume die magischen Rückholtropfen stiehlt und das Sams für seine Zwecke benutzen will. Martin und seine Freunde müssen all ihren Mut zusammennehmen, um das Sams zu retten und wieder sicher nach Hause zu bringen.

Zugebenermaßen war das jetzt der erste „Sams“-Roman, der mich nicht mehr vollständig abholen konnte und bei meinem Kleinsten (5) jedes Mal bereits nach wenigen Seiten schon für abwesende Konzentration beim Vorlesen sorgte – aber dem Großen (7) hat’s gefallen und das ist das Wichtigste. Da nachfolgende Sams-Werke schon nicht mehr oder nur teils in gedruckter Form in unserer Bücherrei auffindbar sind, machen wir wahrscheinlich jetzt auch erstmal eine Sams-Pause. Das wir dieses Buch von August bis Oktober gelesen hatten, ist vielleicht auch ein weiterer Beweis, dass es sich ausge’sams’t hat.
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Ingrid Noll – Nachteule

Die 15‑jährige Luisa, adoptiert aus Peru und mit der besonderen Fähigkeit, im Dunkeln sehen zu können, entdeckt im Wald den obdachlosen Tim und versteckt ihn. Dadurch verstrickt sie sich immer tiefer in ein gefährliches Netz aus Lügen und Verbrechen, das ihr bisher behütetes Leben durcheinanderwirbelt.

Ingrid Noll ist 90 Jahre jung, schreibt halb so alt (wenn nicht sogar jünger) und ich hoffe, sie bleibt uns noch viele, viele Jahre erhalten. Ihr neustes Werk habe ich Ende Oktober/Anfang November innerhalb weniger Tage verschlungen und selbst wenn es nicht zu ihren besten Büchern zählt (dafür hat sie einfach im Laufe der Zeit zu viele großartige Werke geschrieben): Hut ab. Mehr davon.

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Lars Kepler – Der Hypnotiseur

Nach einem brutalen Familienmassaker wird der schwer verletzte Sohn des Hauses von dem Psychiater Erik Maria Bark unter Hypnose befragt, um Hinweise auf den Täter zu finden. Gemeinsam mit Kommissar Joona Linna gerät Erik in einen Wettlauf gegen die Zeit, bei dem alte Geheimnisse und seine eigene Vergangenheit eine bedrohliche Rolle spielen.

Im November war wieder mal Krimi-Zeit bei mir. „Lars Kepler“ ist das Pseudonym eines schwedischen Autorenduos – der/die Autor/en wurden mir vor einiger Zeit in meine Social Media Timeline gespült (mit wesentlich aktuelleren Releases versteht sich). Da ich gerne bei den Erstveröffentlichungen anfange, ist der „Der Hypnotiseur“ als Auftakt zu werten. Und ich bin bereits gespannt, welche weiteren Abenteuer der Kommissar erleben wird.
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Margit Auer – Die Schule der magischen Tiere

An der Wintersteinschule erfahren Ida, Benni und ihre Klassenkameraden von einer geheimnisvollen Zoohandlung, aus der manche Kinder ein sprechendes, magisches Tier als besten Freund bekommen. Diese Tierbegleiter helfen ihnen, Freundschaften zu schließen, Mut zu fassen und typische Schulprobleme zu meistern.

Im November und Dezember habe ich als „Sams“-Ersatz (und aus eigenem Interesse) angefangen, die „Schule der magischen Tiere“ vorzulesen. Wer bisher unter einem Stein lebte und die (inzwischen viel zu viele Werke umfassende) Reihe noch nicht kennt und hier ein neues „Harry Potter“ erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Teil 1 reichte jetzt allerdings, um Lust auf „mehr“ zu machen und so dürfen sich meine Kinder und ich wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren auf neue Geschichten von Ida, Benni & Co. freuen.
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Daniela Graf / Katja Seide – Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Jahre 5 bis 10

Der Ratgeber widmet sich der sogenannten „Zahnlücken‑Pubertät“ und den emotional turbulenten Jahren zwischen Vorschule und weiterführender Schule. Er zeigt, wie Eltern Themen wie Streit, Lügen, Medienkonsum oder Schulstress mit Gelassenheit und einer bindungsorientierten Haltung begegnen können.

Ähnlich wie im Ratgeber weiter oben, sind Werke wie dieses eher ein „Balsam für die Eltern-Seele“ anstatt ernsthafter Hilfe im Alltag – auch wenn man bei der ein oder anderen Geschichte natürlich sein eigenes Tun hinterfragt – aber das ist wohl auch Sinn der Sache. Die „Das gewünschteste Wunschkind..“-Reihe ist genell recht gut geschrieben und war jetzt auch auch schon mein drittes Buch aus der Reihe und langsam zeigten sich bei mir auch Ermüdungserscheinungen, weswegen ich wahrscheinlich auch vier Monate gebraucht habe (August – Dezember) um den Schinken zu vollenden.
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Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht

Der elfjährige Nikolas wächst arm im hohen Norden auf, bis sein Vater zu einer gefährlichen Expedition aufbricht und Nikolas sich selbst auf eine Reise ins sagenhafte Wichtelreich Elfhelm macht. Auf dieser märchenhaften Suche entdeckt er Hoffnung, Freundschaft und schließlich, was es bedeutet, Weihnachten in die Welt zu bringen.

Das Buch passend zur Weihnachtszeit, gelesen in der Weihnachtszeit. Nette, kleine Geschichte, die nicht weh tut, aber weder originell genug ist, um hier seitenlang ins Schwärmen zu geraten. Einige bitterböse Ansätze (Elfen stehen auf explodierende Köpfe) verenden leider in einer… joa, doch recht schmalzigen Geschichte, die dann natürlich im Happy End resultiert, um sozusagen eine „Weihnachtsmann Origin“-Story zu sein. Ob’s von Anfang an darauf ausgelegt war, letztendlich zu einer ganzen Serie zu werden, erfahre ich dann im kommenden Jahr, wenn ich die Matt Haig Werke weiterlesen werden.
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Judith Hermann – Lettipark

Der Band versammelt Erzählungen über Menschen, deren Leben von verpassten Chancen, Erinnerungen und leiser Sehnsucht geprägt ist. In oft unspektakulären Alltagsszenen, etwa zufälligen Begegnungen oder alten Freundschaften, leuchtet kurz auf, was sich Figuren einst erhofft haben und was davon geblieben ist.

Eine meiner – wenn nicht sogar DIE – Leseüberraschung des Jahres für mich. Als Hardcover aus einem Bücherschrank gerettet, begleitete mich „Lettipark“ von Juli bis Dezember im Esszimmer. Dank kurzer Geschichten habe ich quasi immer mal wieder bei Lust und Laune (und Zeit) eine Erzählung konsumiert und mich jederzeit bestens unterhalten gefühlt. Jetzt heißt es, in den kommenden Jahren mehr von Frau Hermanns reichhaltigem Portfolio nachzuholen. 
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